CaraConsult KI-Verordnung · KMU-Check
Reifegrad
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EU AI Act · KI-MIG · Stand 04.11.2026

Ist Ihr Betrieb fit für die KI-Verordnung?

Der Check führt durch alles, was die KI-Verordnung (VO (EU) 2024/1689) nach dem Digital Omnibus von kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland verlangt. Beantworten Sie zuerst die Grundfragen. Danach sehen Sie nur die Prüfpunkte, die für Ihren Betrieb gelten.

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Grundfragen

Fristen

Was gilt heute, was kommt noch?

Der Digital Omnibus (VO (EU) 2026/1744, in Kraft seit 27.07.2026) verschiebt vor allem die Hochrisiko-Pflichten. Verbote, KI-Kompetenz und Transparenz gelten bereits.

Ihr Ergebnis

Compliance-Kompass

Jedes Segment ist ein Bereich: Je weiter es nach außen reicht, desto besser ist er erfüllt. Der äußere Ring zeigt jeden einzelnen Prüfpunkt.

Bereiche im Uhrzeigersinn ab 12 Uhr, in der Reihenfolge der Liste
Gesamtbild

    Offene Punkte nach Frist

    Maßnahmenplan

    Was ist offen, und bis wann?

    Hintergrund

    Bußgelder, Erleichterungen, Anlaufstellen

    Bußgeldrahmen (Art. 99)

    Verbotene Praktiken (Art. 5)35 Mio. € / 7 %
    Übrige Pflichten, u. a. Betreiber- und Transparenzpflichten15 Mio. € / 3 %
    Falsche oder unvollständige Angaben gegenüber Behörden7,5 Mio. € / 1 %

    Prozent = weltweiter Jahresumsatz. Für große Unternehmen gilt der höhere Betrag, für KMU der niedrigere (Art. 99 Abs. 6), seit dem Omnibus für die Stufen 15 Mio. € und 7,5 Mio. € auch für kleine Midcap-Unternehmen (Art. 99 Abs. 6a). Zuständig für die Verfolgung in Deutschland: Bundesnetzagentur nach KI-MIG.

    Erleichterungen für KMU

    • Bußgeld-Deckelung auf den niedrigeren Betrag (Art. 99 Abs. 6).
    • Vereinfachte technische Dokumentation für KMU-Anbieter von Hochrisiko-KI (Art. 11 Abs. 1).
    • Vereinfachtes Qualitätsmanagement für Kleinstunternehmen (Art. 63).
    • Vorrangiger, kostenfreier Zugang zu KI-Reallaboren (Art. 58, 62); die BNetzA betreibt mindestens ein Reallabor.
    • Der Omnibus führt den Begriff „kleine Midcap-Unternehmen“ ein (weniger als 750 Beschäftigte, höchstens 150 Mio. € Umsatz oder 129 Mio. € Bilanzsumme) und dehnt einzelne KMU-Erleichterungen auf sie aus, etwa vereinfachte Dokumentation und Bußgeld-Deckelung.

    Anlaufstellen

    • Bundesnetzagentur: zentrale KI-Marktüberwachung, Anlauf- und Beschwerdestelle (KI-MIG, in Kraft seit 29.07.2026), kostenloser KI-Service-Desk für Unternehmen unter bundesnetzagentur.de/ki; Koordinierungs- und Kompetenzzentrum KoKIVO.
    • AI Act Service Desk der EU-Kommission: Gesetzestext, FAQ, Compliance-Checker.
    • Fachaufsichten bleiben zuständig, z. B. BaFin bei Finanzdienstleistungen; Datenschutzbehörden für DSGVO-Fragen.
    • IHK: Informationsangebote zur KI-Kompetenz.

    Quellen

    1. Heuking: KI-Omnibus 2026 – längere Fristen, weniger Bürokratie
    2. KPMG: Digital Omnibus on AI in Kraft (VO (EU) 2026/1744)
    3. EU AI Act Service Desk: Artikel 4 KI-Kompetenz
    4. BMDS: Gesetz zur Durchführung der KI-Verordnung (KI-MIG)
    5. datenschutzticker: Bundestag beschließt KI-Durchführungsgesetz
    6. IHK Schleswig-Holstein: AI Literacy und KI-Service-Desk
    7. Fraunhofer Academy: Transparenzpflichten nach Art. 50
    8. activeMind: Artikel 26 – Pflichten der Betreiber
    9. EUR-Lex: Verordnung (EU) 2024/1689
    10. Orrick: Digital Omnibus – 8 Compliance-Änderungen (Juli 2026)
    11. Mayer Brown: Omnibus, Leitlinien zu Hochrisiko-Einstufung, GPAI und Transparenz (Juli 2026)
    12. BMDS: Neues KI-Gesetz tritt in Kraft (KI-MIG, 29.07.2026)
    13. Bundesnetzagentur: Koordinierungs- und Kompetenzzentrum KoKIVO
    Dieser Check ersetzt keine Rechtsberatung. Er bildet den Rechtsstand vom 04.11.2026 ab (KI-VO in der Fassung des Digital Omnibus, KI-MIG). Die endgültigen Leitlinien der Kommission zur Hochrisiko-Einstufung und harmonisierte Normen stehen noch aus und können Einzelheiten ändern. Ihr Team von CaraConsult.